Wie du gelassen bei der Jobsuche bleibst: Tipps bei Stress

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Die Jobsuche und die damit verbundene Bewerbungsphase können mitunter zu einer echten Belastungsprobe werden. Besonders, wenn bereits gekündigt wurde oder man sich schon längere Zeit auf Jobsuche befindet und trotz zahlreicher Bewerbungen nur Absagen oder auch gar keine Rückmeldung erhält. Ich erinnere mich noch genau an diese Zeiten nach der Universität, als ich auf Jobsuche ging und jede Absage an meinem Selbstbewusstsein nagte.

Gründe für Bewerbungsstress

Dieser Bewerbungsstress ist keineswegs ein Phänomen, das nur mich betraf. Die Gründe für Bewerbungsstress können vielfältig sein:

Unrealistische Zeitpläne: Der Start in die Bewerbungsphase erfolgt oft mit großem Enthusiasmus. Die Vorfreude auf den Traumjob ist immens, doch wenn die Resonanz ausbleibt und keine Einladungen folgen, kann das am Selbstvertrauen nagen.

Unpassende Jobangebote: Bei der Fülle an Jobbörsen und Angeboten im Internet ist es wichtig, klar zu definieren, welche Art von Position du suchst. Unklarheit kann die Suche erschweren und die Chancen auf den idealen Job mindern. Als Coach stehe ich meinen KlientInnen zur Seite, um bei der Klärung ihrer beruflichen Ziele zu helfen.

Mangelhafte Unterlagen: Eine Bewerbung ist selten perfekt, doch der Drang zur Perfektion führt oft zu Selbstzweifeln und steigendem Stress.

Ich verbrachte Stunden damit, jedes Detail meiner Bewerbung zu überprüfen und zu optimieren. Jedes Mal, wenn ich dachte, sie sei endlich perfekt, entdeckte ich einen weiteren Aspekt, den ich verbessern wollte. Diese endlose Suche nach Perfektion führte zu einer wachsenden Unsicherheit, ob meine Bewerbung überhaupt gut genug war.

Eine Absage sagt nichts über deinen Wert aus. Es spielen viele Faktoren in eine Personalentscheidung hinein. Frage dich, wie wichtig der Job wirklich ist. Eine Absage bedeutet nicht zwangsläufig das Ende der Welt.

Frustration durch Warten: Das Warten auf eine Antwort nach Bewerbungen kann frustrierend sein, vor allem wenn selbst Absagen ausbleiben. Die Ungewissheit kann sich negativ auf die Psyche auswirken. Je länger die Bewerbungsphase dauert, desto größer wird der Frust. Einige Bewerber geben schließlich auf und fühlen sich in einem Abwärtsstrudel gefangen.

Bewerbungen erfordern Geduld. Große Unternehmen lassen sich oft viel Zeit für die Personalauswahl. Es ist wichtig zu akzeptieren, dass es dauern kann, bis Rückmeldungen eintreffen.

Erfolgreich mit Interviewstress umgehen

Vorstellungsgespräche gehören sicherlich nicht zu den Dingen, die man mit Begeisterung erwartet. Dennoch können einige vorbeugende Maßnahmen dazu beitragen, den Stress zu bewältigen und sicherzustellen, dass du bestens vorbereitet bist, wenn du den Interviewpartnern gegenübertrittst.

Die Angst annehmen

Der erste Schritt besteht darin, den Stress in gewissem Maße anzunehmen. Nervosität vor einem bevorstehenden Vorstellungsgespräch zeigt, dass du engagiert bist und kann motivieren, intensivere Recherche und bessere Vorbereitung zu betreiben.

Identifiziere, ob du Ängste in Bezug auf einen bestimmten Aspekt des Interviews oder den gesamten Ablauf hast. Versuche, dir den Tag des Gesprächs vorzustellen. Wo könnten mögliche Stolperfallen liegen? Dass du von einer überraschenden Frage aus dem Konzept gebracht wirst?

Fühle dich dann nicht dazu gezwungen, so schnell wie möglich zu antworten. Du kannst auch um Klärung bitten, bevor du antwortest, wenn nötig. Nachdem du deine Antwort gegeben hast, kannst du fragen, ob deine Antwort verständlich war.

Sobald du erkannt hast, was genau deine  Ängste hervorruft, nimmst du dir Zeit, um zu überlegen, wie du mit den Stressauslösern umgehen könntest, indem du dich beispielsweise mit häufig gestellten Interviewfragen befasst und deine Antworten übst oder Kontakt zu jemandem in der Branche aufnimmst, der Einblicke in übliche Fragen geben kann.

Hilfreich ist auch ein Probedurchlauf-Interview mit einem Freund, Familienmitglied oder professionellen Karrierecoach zu organisieren. Dadurch wirst du vertrauter mit dem Ablauf und kannst Antworten sowie deine Körpersprache üben.

Gründliche Recherche

Eine der besten Möglichkeiten für mich, Stress im Vorfeld eines Interviews zu bewältigen, ist es, mich so vorzubereiten, dass ich sinnvolle Beiträge leisten und kluge Fragen stellen kann. Stelle  sicher, dass du das Unternehmen und die Rolle, die du anstrebst, verstehst und wie sie in das größere Bild passt. Überlege welche bisherigen Erfahrungen gut zur Position passen. Wenn deine  Gedanken sortiert sind, wirst du dich organisiert und bereit für das Interview fühlen, was dazu beitragen kann, die Nervosität zu mindern.

Sich auf den Erfolg vorbereiten

Zu guter Letzt solltest du dir Zeit für dich selbst nehmen, bevor das Interview stattfindet, um zu entspannen. Wenn du spürst, dass du überfordert bist, atme ein paar Mal tief durch. Nimm eine aufmerksame, offene Haltung ein und lächle. Ein Lächeln kann eine einfache Methode sein, um während eines Interviews selbstbewusster und entspannter zu wirken.

Statt das Interview als eine Reihe von Fragen zu sehen, die du wie bei einer Prüfung beantworten musst, versuche es als ein Gespräch anzugehen.

Denke daran, dass du vorbereitet und qualifiziert bist, sonst wärst du nicht hier. Nimm dir einen Moment Zeit, um dich daran zu erinnern, bevor du das Interview beginnst.

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